somit die Umwelt schonen und obendrein auch noch etwas Geld sparen. 125 Liter Wasser verbraucht laut Statistik jeder Deutsche pro Tag im Haushalt. Laut dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gehen nämlich knapp 30 Prozent des täglichen Trinkwasserverbrauchs, also im Durchschnitt fast 40 Liter, auf die Toilettenspülung zurück. Durch Regenwassernutzung, kann man bei einem Haushalt von zwei Personen jährlich ca. 150 € einsparen. Obendrein schont man auch noch die Umwelt.
Trinkwasser ist eine wertvolle Ressource, die nicht verschwendet werden sollte. Statt Toilette oder Waschmaschine mit Trinkwasser zu bewässern, eignet sich hierfür genauso gut das kostenlose Wasser, das vom Himmel kommt. Eine volle Zisterne entspricht etwa drei Monaten Toilettenspülung. Um Regenwasser nicht nur für den Garten, sondern auch im Haushalt zu nutzen, muss aber auf einiges geachtet werden.
Regenwasser erreicht keine Trinkwasserqualität. Aber auch zum Putzen oder zum Wäschewaschen eignet sich gereinigtes Regenwasser. Zum Duschen, Baden, Kochen darf es allerdings nicht verwendet werden, da es selbst nach gründlicher Reinigung keine Trinkwasserqualität erreicht. Auch muss darauf geachtet werden, dass Trinkwasser sich nicht mit Regenwasser vermischt, da es sonst verkeimt werden kann. Hierfür ist ein zweites Leitungssystem notwendig. Die Leitungen und Entnahmestellen müssen farblich so gekennzeichnet sein, dass offensichtlich ist, dass sie kein Trinkwasser führen.
Wie funktioniert die Regenwassernutzung?
Hierbei fließt das Regenwasser vom Dach durch die Regenrinnen in einen Erdfilter, der sich im Boden befindet. Dort wird das Wasser mechanisch gereinigt, Blätter und gröbere Teile werden herausgefiltert, bevor das Regenwasser unterirdisch in die vier Meter tiefe Zisterne gelangt und dort gesammelt wird. Eine Unterwasserpumpe fördert das Wasser anschließend elektrisch ins Netz. Befindet sich in der Zisterne kein Regenwasser mehr, weil es längere Zeit nicht mehr geregnet hat, wird Trinkwasser nachgefüllt und so die Trockenheit überbrückt.
Verschiedene Möglichkeiten zur Regenwassernutzung:
– Regentonnen, die an die Fallrohre der Dachrinnen angeschlossen werden. Sie haben ein Fassungsvermögen von meist 200 bis 500 Litern, können dekorativ gestaltet sein und eignen sich, um Wasser zur Garten- oder Balkonbewässerung aufzufangen.
– Regenwassertanks mit einem Fassungsvermögen von 1.000 Litern sehen meist nicht sehr dekorativ aus, sondern nach Industrie oder Landwirtschaft. Sie werden ansonsten eingesetzt wie Regentonnen und können bequem hintereinander angeschlossen werden, um mehr Regenwasser aufzufangen.
– Zisternen oder Erdtanks gibt es mit Fassungsvermögen von unter 1.000 Litern bis hin zu 10.000 Litern. Sie sind aus Kunststoff oder Beton, es gibt sie als Flachtank oder Rundtank. Auch sie können zum Teil aneinander angeschlossen werden, um höhere Fassungsvermögen zu erreichen.
Wann lohnt sich eine Zisterne?
Eine Zisterne lohnt sich, weil dadurch kostbares Trinkwasser gespart werden kann. Das ist allerdings ein rein ökologischer und idealistischer Aspekt. Denn die Chancen, dass sich eine Zisterne auch finanziell lohnt, ist relativ gering. Bei einem Trinkwasserpreis von 0,2 Cent pro Liter müssten beispielsweise 2.500.000 Liter gespart werden, um eine Investition von 5.000 Euro zu rechtfertigen. Eine vierköpfige Familie, die Regenwasser für einen kleinen Garten, die Toilettenspülung, die Waschmaschine und zum Putzen benutzt, und so etwa 90.000 Liter pro Jahr spart, braucht dafür fast 28 Jahre. Über einen so langen Zeitraum leben zwei Generationen üblicherweise nicht zusammen. Dieses Beispiel zeigt also, dass sich die Regenwassernutzung in vielen Fällen rein finanziell nicht lohnen wird.
Der positive Beitrag zum Umweltschutz bleibt allerdings.
Fazit
Benutzt man eine Regentonne oder ein Regenwassertank kann man ein bisschen Geld sparen und gleichzeitig etwas für die Umwelt tun. Auch wenn Regenwasser nicht die Qualität von Trinkwasser erreicht, kann man es trotzdem in vielen Bereichen des Haushalts oder auch zum Gießen im Garten verwenden. Eine Zisterne jedoch lohnt sich aus wirtschaflicher Sicht nicht wirklich. Will man einen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt und dessen Ressourcen beitragen, dann ist dies eine tolle Möglichkeit um sein Haus nachhaltig zu gestalten.
Allgemein kann man sagen, dass man mit dem Wasser sparsam umgehen sollte um unnötige Wasserverschwendung zu vermeiden. Auf den ersten Blick scheint Sorglosigkeit berechtigt zu sein, denn mehr als zwei Drittel der Erde sind von Wasser bedeckt. Es scheint mehr als genug für alle zu geben, besonders in regenreichen Ländern wie Deutschland. Doch mit der fortlaufend Klimaerwärmung, ist Wassermangel in immer mehr Ländern ein Problem. Ein Problem, dass nicht nur in fernen Ländern wie z.B. Lybien, Botswana, Eritrea usw. ist, sondern auch europäische Länder, wie Spanien, Italien und Griechenland haben jetzt schon mit enormen Mängeln an Wasser zu kämpfen.